Ranch Roping Treffen 2016

August 20, 2016/Gathering

Früh aufstehen, Kaffee kochen über dem Lagerfeuer, in den Sattel schwingen, zwischen Hügeln, im Sonnenschein mit den Rindern arbeiten, in der Mittagspause Eis essen, um sich nach dem Ropen abzukühlen, wieder aufs Pferd, um bis zum Abend weiterzuarbeiten, durch die Dämmerung reiten, um unter dem Sternenhimmel am Lagerfeuer zu sitzen, während im Dutch Oven das Abendessen gart – klingt traumhaft? War es auch!

Die Idee zu dieser Treffen entstand Anfang des Jahres auf der City Ranch in Dortmund bei einem Roping-Seminar mit Brian Delinte. Warum nicht sich einfach mal so treffen, ohne konkreten Job, um Zeit zu haben, sich auszutauschen, zu ropen und auch mit unerfahreneren Pferden die Arbeit am Rind zu üben.

Mitte August also war es dann so weit: Wir trafen uns im schönen Witzenhäuser Hügelland, um dort  mit einer 15-köpfigen Highlandherde zu arbeiten. Nach einer – trotz Stau -erfolgreichen Anreise am Freitag schlugen Menschen (und Pferde) ihr Camp auf einer Weide auf. Gleich am ersten Abend  gab es im Dutch Oven gegartes Poullet Pork mit einem wunderbaren Salat und Dessert als Nachtisch. Der Abend wurde lang, am Feuer unter dem Sternenhimmel.

Dennoch begann der nächste Tag sehr früh – mit original Cowboy Kaffee, während die Sonne das taufeuchte Gras funkeln ließ. Dann ging es los, ein kleiner Ritt zur Herde liegt jeden Tag vor uns, doch ist der Weg in dieser Umgebung wie Urlaub. Gerade in dieser Zeit (Getreide ist Reif und wird geerntet) ist der Ritt zur Herde fast schon wie eine Oldtimer Traktoren Schau. Auch kleine HD-Ballen werden hier noch gemacht. Hier tickt die Uhr noch ein bisschen anders, wie der ein oder andere festgestellt hat.

Wir kommen an Pferden und anderen Rindern vorbei und irgendwann kann man die Herde erahnen.

Durch die langen Hörner erkennt man die Tiere schon von weitem.

Die Herde kennt die Arbeit mit Pferd und Lasso und so haben wir sie bewegt und an verschiedene Stellen gelenkt, um sie später an einer schattigen Stelle zu setteln (setteln=Rinder an einer bestimmten Stelle ruhig zusammen bringen um sie dort mehr oder weniger zu parken). Im Laufe des Vormittags haben alle mehrmals zu Pferd an der Herde gearbeitet, einzelne oder mehrere Tiere aussortiert oder mit dem Rope gearbeitet.

Schön war, dass sich so die Gelegenheit bot, auch den jungen oder unerfahrenen Pferde die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen am Rind und mit dem Rope zu sammeln. Aber auch die älteren oder erfahrenen Pferde profitieren. Denn jedes arbeiten am Rind bringt Erfahrung und Routine mit sich. Die Pferde und Menschen erleben unterschiedliche Situationen und lernen damit umzugehen. Um ein paar Würfe zu probieren, stand in der Mittagspause der Roping-Dummy bereit. Der bekam vom Eis allerdings nichts ab. 😉

Nach der Mittagspause war unser Ziel erneut die Rinderherde. Nacheinander kam so jeder nochmal mit seinem Pferd mehrere Male zum Zuge. Über die Arbeit mit den Tieren vergaßen wir die Zeit – auf einmal war es schon später Abend, der ein oder andere Magen knurrte und so ging es zügig zurück zum Camp, wo wir die Pferde versorgten um anschließend die Pizza vorzubereiten. Mit frischen Tomaten, Parmesan und Rucola und das selbstverständlich im Outdoor-Ofen über dem Feuer gebacken. Es gibt nichts Besseres!

Dass der Abend darüber noch länger wurde als der vorherige, verwundert wohl nicht.

Das lag wohl auch an der schönen Musik und dem Gesang.

Kaffee und eine große Pfanne mit Eiern und Speck über dem Feuer gebraten – diese Aussicht lockte uns früh am nächsten Morgen wieder aus den Schlafsäcken. Gestärkt brachen wir danach zur Herde auf. Wieder ging es durch die sanft geschwungenen Täler und Höhen Nordhessens und auch unsere längere Session am Vormittag verlief zur Zufriedenheit aller. Nach einem letzten gemeinsamen Lagerfeuer-Kaffee wurde das Camp wieder abgebaut. Vorerst – denn das nächste Treffen kommt bestimmt…

Fazit: Es war einfach richtig schön – Warum macht man so etwas nicht öfter?

Das liegt wohl daran das wir alle verteilt in Deutschland leben und normalerweise noch andere Verpflichtungen haben. Aber dennoch wäre es schön wenn wir so etwas wieder auf die Beine gestellt kriegen. Egal wo, egal wann,  Hauptsache schöne Landschaft und Rinder:-)

Der ein oder andere sieht sich schon bald in Eschwege wenn Brian Delinte wieder kommt und wir wieder zusammen ropen. Bis dahin Happy Trails

Author: Florence Hallier
Fotos: Uli Vögeding, Harald Fedder, Susanka Lemmer

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