Martin Black Horsemanship Clinic 2018

April 2, 2018/Kurs

Ende Februar kam Martin Black, ein bekannter Trainer aus den USA der unteranderem Artikel für die Zeitschrift „Eclectic Horseman“ schreibt und mit ihnen  einige Lehrvideos produziert hat, nach Deutschland in’s schöne Fuldatal. Martin Black ist während der gesamten Clinic freundlich und offen aufgetreten und war zu jeder Zeit zu einem Gespräch und zum beantworten offener Fragen bereit.

Am Samstagmorgen (24.02) startete der Kurstag mit einer offenen Vorstellungsrunde, an denen die Teilnehmer – mit Pferd- sich, ihr Pferd und ihre Wünsche für den Kurs vorgestellt haben. Martin Black ist auf jeden Kursteilnehmer einzeln eingegangen und hat jeweils spezifische Fragen gestellt, um sich das „Problem“ genauer erklären zu können. Teilweise gab es bereits erste Tipps,wie zB „Wenn dein Pferd zu viel Energie hat, fütter doch weniger (oder kein) Kraftfutter/Hafer“ 😉
Auch die Kursteilnehmer ohne Pferd hatten anschließend die Möglichkeit sich Tipps für die eigenen Schwierigkeiten zu holen. Es war sehr interessant zu sehen, wie Martin Black sich einerseits die Sicht des Reiters angehört hat und diese auch sichtlich nachvollziehen konnte, er aber andererseits dem Reiter mögliche Gründe für die Reaktion/Aktion des Pferdes zu nennen.

Anschließend ging es an die Reiteinheiten. Martin Black betonte wie wichtig die Hinterhandmobilität ist und führte einige Übungen vor, die anschließend nachgemacht wurden. Auf Fragen der Reiter ging Martin Black direkt ein und erklärte ,wenn nötig auch mehr als einmal, wozu diese Übung gut ist und warum er der Meinung ist das sie wichtig ist. Es war beeindruckend zu sehen, wie exakt er jeden Huf seines Pferdes Positionieren konnte. Durch die Übersetzungen von Therese Spitteler und Florence Hallier waren auch für das Publikum die Übungen nachvollziehbar und verständlich. Ebenso übersetzten sie Fragen des Publikums, sodass Martin Black auch diese direkt beantworten konnte.

Nach der Mittagspause, in der auch fleißig untereinander Gefachsimpelt wurde, ging es erneut an das Reiten. Es hieß die zuvor gelernten Übungen zu vertiefen und explizit die Probleme jedes einzelnen Individuell außerhalb der Übungen anzugehen. Herausgestochen ist auch hier die Ruhe, die Martin Black mitbrachte und seine Geduld den Sinn hinter den Übungen immer und immer wieder zu erklären, sofern Klärungsbedarf vorhanden war.

Anschließend gab es im warmen Saloon einen „ Bridle-Talk“  in dem Martin Black nicht nur auf seine Art Pferde in der kalifornischen Hackamore ( Bosal,Mecate,Hänger) auszubilden einging, sondern auch definierte, was für ihn ein gutes Bridle Horse ausmacht. Dazu wurden viele Fragen gestellt, wie zB „Bildest du jedes Pferd bis in das Bridle (Kandare) aus?“  oder „ Gibt es Pferde, die du das Pferdeleben lang in der Hackamore oder in den Two-Reins (Dünnes Bosalito mit der Kandarrenzäumung drüber)  bleibst?“

Es wurde ein langer Abend der, trotz der bereits rauchenden Köpfe, vom regen Austausch bestimmt wurde.

Am Sonntag (25.02) startete der Tag wieder mit einer Vorbesprechung. Dort wurden nochmals Fragen geklärt sowie Wünsche und Gedanken zur nachfolgenden Reiteinheit geäußert. Anschließend bot Martin Black, zusätzlich zu neuen Übungen bezüglich der Beweglichkeit des Pferdekörpers und der gezielten Bestimmung der Schrittfolge des Pferdes, jedem Kursteilnehmer einen neuen Lösungsansatz für sein Problem und erarbeitete sichtbare Fortschritte. Seien sie noch so klein. Auf eine Frage hin erklärte Martin Black, dass niemand nach Hause gehen kann und das Problem endgültig gelöst sei, er jedoch bemüht ist seine Lösungsansätze den Teilnehmern nahe zu bringen und eine Basis zu schaffen, auf der jeder für sich aufbauen kann.

Auch in der Nachbesprechung betonte er, dass es ihm wichtig ist jedem Kursteilnehmer mit Hausaufgaben nach Hause zu schicken. Also lies er jeden Kursteilnehmer das Wochenende Revue passieren lassen und seine eigenen Erkenntnisse herausarbeiten um auch die „ Hausaufgabe“ selbst zu formulieren. So gelang es ihm ein Bewusstsein für das gelernte zu schaffen, sowie sich der eigenen Gründe, für die daraus resultierenden Probleme deutlich zu werden. Und nicht nur den Kursteilnehmern mit Pferd rauchte nach dem Wochenende der Kopf, auch die Zuschauer konnten viel mitnehmen und über deren Köpfen stieg sprichwörtlich der Rauch auf.

Alles in allem war es ein verdammt Kaltes aber sehr interessantes und lehrreiches Wochenende. An dieser Stelle kann man sich nur bei den Organisatoren Florence Hallier(Livestock Solutions) und Therese Spitteler ( Horse reflection) , die auch Martin Black ihr Pferd zur Verfügung stellte, danken. Außerdem wurden alle Gäste auf der Anlage von Thomas Günther (proRide Horsemanship, Mira van Elten) bestens versorgt und vor allem das Abendessen, die selbstgemachten Burger, am Samstag war sehr lecker. Zudem die Versorgung durch warme Getränke und was zum naschen an beiden Tagen hervorragend funktionierte.

Autor: Ina Marien
Fotos: Ina Marien, Carolin Kuest

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