{"id":5057,"date":"2018-12-23T09:25:04","date_gmt":"2018-12-23T09:25:04","guid":{"rendered":"https:\/\/ranch-roping-team.de\/european-ranch-roping-competition-2018-copy\/"},"modified":"2026-04-02T17:28:17","modified_gmt":"2026-04-02T17:28:17","slug":"history-of-ranch-roping","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ranch-roping-team.de\/en\/history-of-ranch-roping\/","title":{"rendered":"The History of Ranch Roping by Klaus Wetzel"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row bg_color=&#8221;&#8221;][vc_column width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text align=&#8221;left&#8221;]Auf den im <strong>16. Jahrhundert<\/strong> von den spanischen\u00a0 Eroberern gegr\u00fcndeten Missionen, etablierten die spanischen Priester mit Hilfe vieler, bereits befriedeter Indianer eine Rinderhaltung im ganz gro\u00dfen Stil.\u00a0 Um 1750 nannten manche Missionen bereits Herden mit ca. 20.000\u00a0 Rindern ihr Eigen. \u00a0Diese wurden jedoch weniger wegen des Fleisches gehalten, sondern waren in erster Linie \u00a0Hauptlieferanten f\u00fcr H\u00e4ute ( zur Lederherstellung ) und Talg,\u00a0 der in der damaligen Zeit das Grundmaterial f\u00fcr Kerzen war.\u00a0 Beides wurde bis nach\u00a0 Europa verschifft wo eine entsprechend gro\u00dfe Nachfrage der spanischen Krone erhebliche Gewinne einbrachte.<\/p>\n<p>Den Priestern der Missionen war es durch Anordnung der spanische Krone nicht gestattet, indianischen Helfern das Pferd ( welches als Kriegsger\u00e4t galt ) zur Verf\u00fcgung zu stellen. Dieses Gebot wurde jedoch von den Priestern aufgrund der puren Notwendigkeit \u2013 und der weiten Entfernung zu Spanien &#8211; relativ schnell umgangen . So entwickelte sich f\u00fcr die Betreuung der riesigen Viehherden eine, zu gro\u00dfen Teilen aus indianischen Reitern bestehende und mit nur n\u00f6tigster Ausr\u00fcstung ausgestattete Mannschaft, <strong>die <em>Vaqueros<\/em>.<\/strong><\/p>\n<p>Die Rinder lebten wild auf den riesigen L\u00e4ndereien der Missionen und nat\u00fcrlich konnte man sie nicht einfach einfangen, verladen und der Schlachtung zuf\u00fchren.\u00a0 Deshalb war es anfangs eine g\u00e4ngige Praxis, den zur Schlachtung bestimmten Tieren mit einer <em>Desjarretadera <\/em>( einer langen Lanze mit sichelf\u00f6rmiger Klinge) beim Zusammentreiben, im vollen Lauf die Sehnen der Hinterbeine zu durchtrennen und sie so zu Fall zu bringen. Nach kurzer Zeit ( ca. 1574 ) wurde dies jedoch verboten und so musste man sich anderer Hilfsmittel bedienen, um die wilden und aggressiven Rinder zu h\u00e4ndeln. Die Arbeit mit dem Pferd und der Reata ( geflochtenes Seil aus Rinderhaut gefertigt )\u00a0 erwies sich als durchf\u00fchrbar und durchaus praktikabel im t\u00e4glichen Umgang. Im Laufe mehrerer Jahrhunderte entwickelte sich so, vorrangig im mexikanischen und kalifornischen Raum, nicht nur eine besondere Reitkunst sondern auch die hohe Kunst im <strong>Umgang mit dem Lasso<\/strong>.[\/vc_column_text]<div class=\"ish-sc-element ish-sc_image ish-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"571\" height=\"284\" src=\"https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180724_181454-571x284.jpg\" class=\"attachment-wildster-half size-wildster-half\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180724_181454-571x284.jpg 571w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180724_181454-600x299.jpg 600w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180724_181454-300x149.jpg 300w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180724_181454-768x382.jpg 768w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180724_181454-1024x510.jpg 1024w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180724_181454-1170x582.jpg 1170w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180724_181454-371x185.jpg 371w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180724_181454-271x135.jpg 271w\" sizes=\"auto, (max-width: 571px) 100vw, 571px\" \/><\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row bg_color=&#8221;&#8221;][vc_column width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text align=&#8221;left&#8221;]Die <strong>Cowboys der gro\u00dfen Viehtriebe<\/strong>, so wie wir sie aus unz\u00e4hligen Filmen kennen, erschien erst nach dem amerikanischen B\u00fcrgerkrieg. W\u00e4hrend des Krieges hatten sich die Rinderherden stark vermehrt und als in den dichtbesiedelten Gebieten im Norden und \u00a0an der Ostk\u00fcste von Amerika Fleisch zur Versorgung ben\u00f6tigt wurde, entschlossen sich die Rancher in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts ihre Rinder dort mit Gewinn zu vermarkten. Noch heute kann man in vielen St\u00e4dten des mittleren Westens die sogenannten Stockyards besuchen,\u00a0 in denen die Rinder damals f\u00fcr den Weitertransport mit der Eisenbahn gesammelt wurden. Die f\u00fcr die Cattle Trails angeworbenen Reiter &#8211; meist Hilfskr\u00e4fte aus allen Berufen und Abenteurer, hatten wenig bis gar keine Erfahrung im Umgang mit Rindern und waren am Anfang noch sehr oft auf die Hilfe der mexikanischen Viehhirten ( Vaqueros ) angewiesen.<\/p>\n<p>Auch umgangssprachlich verschwanden viele, der aus dem spanischen stammende Bezeichnungen f\u00fcr die unterschiedlichsten Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde aus dem Sprachgebrauch. Im Rahmen der Anglisierung sprachen die Cowboys anstatt von spanischen Chaparreras bald nur noch von Chaps, das\u00a0 la Brida wurde zum Bridle, manellos zu Hobbles usw.[\/vc_column_text]<div class=\"ish-sc-element ish-sc_image ish-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"571\" height=\"258\" src=\"https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180727_143732-571x258.jpg\" class=\"attachment-wildster-half size-wildster-half\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180727_143732-571x258.jpg 571w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180727_143732-600x271.jpg 600w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180727_143732-300x135.jpg 300w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180727_143732-768x346.jpg 768w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180727_143732-371x167.jpg 371w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180727_143732-271x122.jpg 271w, https:\/\/ranch-roping-team.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/20180727_143732.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 571px) 100vw, 571px\" \/><\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row bg_color=&#8221;&#8221;][vc_column width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text align=&#8221;left&#8221;]Deutliche Unterschiede gab es auch in der Qualit\u00e4t und dem Umgang mit dem Lasso. W\u00e4hrend\u00a0 westlich der Rocky Mountains, <strong>La Reata<\/strong> immer noch traditionell aus Rohhaut hergestellt wurde, waren die Lassos oder Lariats \u00f6stlich der Rockies meist aus Hanf gedreht und von minderer Qualit\u00e4t. Die uralte,\u00a0 aus Mexico und Kalifornien stammende Tradition im Umgang mit Pferd, Rind und Lasso wurde \u00f6stlich der Rocky Mountains durch eine neue, vielfach vereinfachte Methode, ersetzt. Selbst bis\u00a0 in die heutige Zeit hinein bestehen immer noch viele kleine und gr\u00f6\u00dfere Unterschiede im Handling von Vieh &#8211; \u00a0und nat\u00fcrlich im Umgang mit dem Lasso oder Rope.<\/p>\n<p>Auch wenn sich nat\u00fcrlich das Material der Ropes im Laufe der Zeit ge\u00e4ndert hat und sich inzwischen deutlich von dem der alten Zeit unterscheidet ( Nylon und Poly , jedoch um ein vielfaches weicher als die bekannten Rodeo Ropes ) hat auch die Rohhaut &#8211; Reata seine Popularit\u00e4t noch lange nicht verloren. \u00a0Nicht ganz so popul\u00e4r aber auch immer noch im Einsatz sind die, aus Agave Fasern gedrehten,\u00a0 Maguey Lassos. Der Stolz eines jeden kalifornisch\/mexikanischen Vaqueros ist auch heute noch das Kennen und Beherrschen einer Vielzahl der verschiedensten, je nach Bedarf angewendeten W\u00fcrfe, die den Vaquero deutlich vom Cowboy unterscheiden.<\/p>\n<p>Diese Vielzahl, also grob<strong> 25 verschiedene W\u00fcrfe<\/strong> , wird bei unserem Verst\u00e4ndnis des Ranch Ropings hier innerhalb der Meisterschaften gepflegt und weitergegeben. Fast alle bekannten W\u00fcrfe werden unserem Regelwerk nach und nach beigef\u00fcgt ( verschiedene Ranch Roping Associations in USA dienen durchaus als Beispiel ) , um damit ein St\u00fcck Tradition zu erhalten, welche sich bei der t\u00e4glichen Arbeit mit den Rindern nicht immer aufrecht halten l\u00e4sst. Entgegen unserer romantischen Vorstellung \u00a0eines Cowboylebens, unterliegt die Arbeit eines Cowboys heute auch einem straffen Zeitmanagement bei dem dann bei einem Branding der einfache, aber 100% sichere Wurf den Vorzug vor dem &#8220;fancy shot&#8221; bekommt.<\/p>\n<p>Autor: Klaus Wetzel[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row bg_color=&#8221;&#8221;][vc_column width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text align=&#8221;left&#8221;]Auf den im 16. 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